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23.12.2020: Der Verein Overledinger Geschichte wünscht allen Heimatfreunden ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes neues Jahr 2021.

 

Zum Jahreswechsel erinnern wir an ein historisches Ereignis vor 95 Jahren.


Weihnachten 1925 erklang neues Geläut in Westrhauderfehn

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Der 20.Dezember 1925 (4.Advent) war ein festlicher Tag für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Westrhauderfehn. In einem feierlichen Weihe-Gottesdienst, der von Pastor Theodor Heyer gehalten wurde und an dem mehrere Chöre und Schulkinder mitwirkten, ließ das neue Vierer-Geläut zum ersten Male seine Stimmen erschallen.

 

Zahlreiche Spenden hatten die Anschaffung bei der Glockengießerei F.W. Rincker in hessischen Sinn ermöglicht. Die Glocken wurden abgestimmt auf die Töne Es, F. As und B. Alle Glocken zusammen hatten ein Gewicht von 3.831 kg.

 

Für die Westrhauderfehner Kirche mit ihrem 1885/86 erbauten Kirchturm war es bereits das zweite Geläut. Von den ersten vier Glocken mussten drei am 11.Juni 1917 für Rüstungszwecke abgegeben werden.

 

Auch die hier abgebildeten Glocken verkündeten keine zwei Jahrzehnte lang Freud und Leid in der Gemeinde. Sie wurden zur Jahreswende 1943/44 als Rohstoff für Waffen und Munition vom Nazi-Staat eingefordert.

 

Die obige Aufnahme entstand bei der feierlichen Einholung der Glocken am 2.Advent 1925, welche mit Tannengirlanden bekränzt waren. In der Woche vor dem 4.Advent wurden die Glocken bei kaltem Schneewetter auf den Turm gezogen. (Foto überlassen von Michael Till Heinze).

 

von Frank Groeneveld