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Bei Heuwetter hieß es „Dat Hei mutt in’t Gulf“

Aus alten Zeiten: Die Monate Juni und Juli war früher überall im Overledingerland als Heumonate bekannt. Wenn die Regentage vorbei waren und die Tage warm und sonnig wurden, begann die Heumahd. Allerorten wurde dann ab dem frühen Morgen das Gras gemäht und anschließend eifrig in langen Reihen („Wiersen“) zusammengeharkt und gewendet, damit es „reif“ zum Einholen wurde. Der Erfolg dieser Arbeit war vom Wetter abhängig („wi kön’n schwar Weer kriegen“). Vor dem nächsten größeren Regen hieß es „dat Hei mutt in’t Gulf“.

 

Unsere Großeltern erledigten diese schweißtreibende Arbeit oftmals noch in Handarbeit mit Sense, Forke und Heuharke. Dabei trugen die Frauen meist ein helles Kopftuch als Schutz vor der prallen Sonne. Je nach Größe der Felder wurde die Arbeit auch mit Unterstützung von Verwandten oder Nachbarn erledigt.

 

In den 1950er Jahren kamen immer mehr Maschinen wie Gabelheuwender usw. zum Einsatz und brachten Erleichterung. Nach ein paar Tagen voller Sonnenschein wurde das Heu mit Pferd und Wagen in die Scheunen gebracht.

 

von Frank Groeneveld

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Veröffentlichung

Sa, 01. August 2026

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